Herbstdampf zum Brocken am 5. Oktober 2019

 

Anakin Grabe                       Am 05.10.2019, einem recht verregneten Samstag, veranstaltete die IG HSB ihre alljährliche Herbstfahrt von Nordhausen Nord zum Brocken und zurück. Bereits am Vortag trafen sich einige Mitglieder der Arbeitsgruppe Nordhausen zur Vorbereitung der Fahrt. Nach der Ankunft der Überführung mit der 99 7222 als Sonderzuglok, den IG-eigenen Salon-wagen 900-457 und „Holzklassewagen“ 900-485 sowie weiteren Wagen des Traditionszuges der HSB wurden schon die Getränkekästen sowie einige andere Materialien im Zug verstaut, um am folgenden Tag nicht mehr viel zum Zug transportieren zu müssen. Am 05.10.2019 trafen wir uns wieder gegen 06.00 Uhr um Brötchen zu schmieren sowie Kaffee zu kochen und in die Thermos-Kannen umzufüllen. Gegen 08.35 Uhr setzte sich der Zug in der Einsatzstelle in Bewegung, um an den Bahnsteig zu rangieren. Nachdem der Triebwagen 8980 um 08.54 Uhr den Bahnhof Nordhausen Nord verlassen hatte, folgten wir ihm um 09.01 Uhr. Da wir dem Triebwagen bis Eisfelder Talmühle im Blockabstand folgten, hatten wir mehrere Betriebs-halte. In Nordhausen Krimderode kreuzten wir mit einem Combino Duo, in Ilfeld folgte der nächste Betriebshalt. Dann ging es weiter in den herbstlichen Harz hinein nach Eisfelder Talmühle, wo wir einen längeren Aufenthalt hatten. Die Lok ergänzte ihre Wasservorräte, wer wollte, konnte sich bei regnerischem Wetter die Beine vertreten. Danach ging es ohne weiteren Halt bis zum Bahnhof Drei Annen Hohne. Dort hatten wir einen Aufenthalt von etwa 30 Minuten. Die Zeit wurde u.a. dafür genutzt, sich mit dem von Wernigerode kommenden Traditionszug zu vereinigen. Nachdem erst unsere Lok 99 7222 ihre Wasservorräte ergänzt hatte, kam gegen 11.30 Uhr die Malletlok 99 5906 mit dem Zug aus Wernigerode. Nachdem auch die 99 5906 ihren Durst gestillt hatte, wurde der Zug aus Nordhausen an den Wernigeröder Zug angekuppelt. 



Foto (Anakin Grabe): Im Bahnhof Drei Annen Hohne – der Traditionszug aus Wernigerode mit der 99 5906 fährt gerade ein, rechts steht „unser“ Zug mit der 99 7222.

Um 11.45 Uhr konnten wir dann mit zwei Loks und sieben Wagen den Bahnhof verlassen. Nach einer knapp zwölfminütigen Fahrt erreichten wir Schierke und fuhren in das Gleis 2 ein, da wir von dem Planzug 8941überholt werden sollten. Nach der Ankunft des 8941 rangierten wir wieder ein Stück in Richtung Drei Annen Hohne, um Gleis 2 zu räumen – dies wurde nun für den vom Brocken kommenden Zug 8932 benötigt. Der 8941 konnte nun den Bahnhof Schierke in Richtung Brocken verlassen, wir fuhren nun nach Gleis 1 und kurz darauf begann die weitere Bergfahrt zum Brocken. Schon hinter Schierke begann das typische Brockenwetter mit Regen, Nebel und Wind. Oben angekommen, war die Sicht so schlecht, dass man vom Zugende die Zugspitze noch nicht einmal erkennen konnte. Es war kalt. Nach etwa zwei Stunden Aufenthalt auf dem Brocken fuhren wir um 15.00 Uhr wieder talwärts. Kurz vor Drei Annen Hohne mussten wir warten, da der Zug nach Nordhausen erst den Bahnhof verlassen musste. Wir sahen den Zug in Richtung Elend fahren, alle drei Lokokomotiven (die beiden unseres Sonderzuges und die Lok des 8929) „begrüßten“ sich mit lauten Pfeifsignalen.Nun konnten auch wir in Drei Annen Hohne einfahren. Dort wurde der Zug wieder getrennt. Nachdem beide Lokomotiven nochmal ihre Wasservorräte ergänzt hatten und das Wetter ein bisschen besser wurde, fuhren beide Züge nun wieder getrennt ihrer Wege. Nach Betriebshalten zwecks Schließen der Bahnübergänge in Elend und Benneckenstein ging es weiter nach Eisfelder Talmühle, wo unsere Lok nochmals Wasser fassen musste. Dann ging es die letzten Kilometer bis Nordhausen, wo wir gegen 18.00 Uhr ankamen. Nach der Ankunft in Nordhausen Nord bedankten sich die Reisenden bei dem Servicepersonal und dem Zugpersonal der HSB für die schöne Fahrt auch bei dem typischen Herbstwetter. Auch ich möchte mich bei allen mitfahrenden IG-Mitgliedern bedanken - alles hat geklappt, wie es sollte, u.a. hat die „Jugendbrigade“ eine Einweisung in die Bewirtschaftung eines Sonderzuges bekommen.



Foto (Anakin Grabe): Auf dem Brocken herrschte das berühmt-berüchtigte Brockenwetter, schon nach wenigen Metern verschwand alles im Nebel.

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