Empfangsgebäude Drei Annen Hohne in H0m

Ulrich Meintrup
In der Harzbahnpost 4/2013 berichtete ich über den Bau meines Bahnhofs Drei Annen Hohne im Maßstab 1:87/H0m. Da ich in der glücklichen Lage war, noch einen original Bauplan des Empfangsgebäudes als Kopie (ohne Straßenansicht) von der HSB zu besitzen, fing ich an, das Modell des Gebäudes selber zu bauen. Als erstes änderte ich den Plan auf einem Kopierer in den Maßstab 1/87. Die fehlende Ansicht der Straßenseite „konstruierte“ ich mir anhand von Bildern und viel, viel Messen selber. Einige kleine Fehler haben sich allerdings eingeschlichen.
Bei der Suche nach geeignetem Material fand ich im Internet die Adresse von www.meinmodellhaus.de. Sven Döhre und sein Team frästen Gebäudeteile wie Mauern, Dachflächen, Fenster, Türen und alles was man sonst noch braucht nach eigenen Maßangaben von mir aus Polystyrol. Man sieht die einzelnen Teile auf den ersten Bild auf dieser Seite im Obergeschoß noch ganz gut.
Nachdem die Einzelkomponenten zusammen geklebt waren, wurden sie grundiert. Die Wände im Erdgeschoß habe ich mit aufgetupfter Dispersionsfarbe „verputzt“.
Die Verbretterung der Gaststätte, des ersten Obergeschosses und das Fachwerk stellte ich aus Evergreen-Profilen und Platten her. Auch sie wurden vor dem Lackieren mit Dispersionsfarben mit Grundierung gespritzt und aufgeklebt. Nachdem die Fenster eingebaut waren und der Glaser da war, kamen die Türen an die Reihe. Sie bestehen aus Fotos, passend verkleinert, die ich teilweise mit Profilen verfeinert habe.




 Fotos (Ulrich Meintrup): Das Empfangsgebäude des Bahnhofes Drei Annen Hohne währen der Bauphase und
nach der Fertigstellung.


Das Dach des Hauptgebäudes und des kleinen Nebengebäudes mit Fahrkartenverkauf baute ich aus gefrästen Schieferplatten von „meinmodellhaus“, wobei das Dach der Gaststätte aus Pappe und aufgeklebtem feinem Schleifpapier besteht. Nach der farblichen Behandlung der Dächer wurde das ganze Gebäude mit Pan Pastel und Vallejo-Farben „betriebsverschmutzt“.
Nun wurden noch die Kleinteile am Gebäude montiert: Schneefanggitter, Dachhaken, Türklinken und die Satellitenschüssel von Kaufhaus Modellbau, die Gaststättenlampen von Austro Modell, die Peitschen-lampen von Kluba, die kleinen Kugellampen am Nebengebäude sind Eigenbau aus Kunststoffperlen und SMD Led`s. Die Beleuchtung ist komplett funktionstüchtig. Es mußten aber auch noch das Vogelhäuschen am 1. Obergeschoß und die Blumenkästen vor der Gaststätte gebaut werden. Auch sie bestehen aus Evergreen-Profilen.


Foto (Ulrich Meintrup): Detailansicht der Fahrkartenausgabe und eines Teiles des Bahnhofsgebäudes in Drei Annen Hohne.

Die Beschriftung habe ich mir bei www.hartmann-original.de fertigen lassen. Es sind alles Naßschiebe-bilder, welche ich teilweise auf kleine Kunststoffplättchen geklebt und dann am Gebäude befestigt habe.
In der nächsten Zeit werde ich das Modell auf der Anlage einpassen und mit dem restlichen Aus-schmücken beginnen. Der kleine Kiosk ist auch im Bau und fast fertig gestellt. Dann gibt es an dieser Stelle auch Bilder von der ganzen Bahnhofsanlage.
Fazit: Der Bau des Gebäudes hat, trotz manchmal nicht enden wollender Kleinarbeit, sehr viel Spaß gemacht. Die Stunden habe ich nicht gezählt. Ich meine, es ist ein schönes Modell geworden.


Foto (Ulrich Meintrup): Auch das gehört heute zum Bahnhof Drei Annen Hohne dazu und darf nicht fehlen –
der Erbsensuppenstand von „Kukki“.